Zum Video mit Gebärdensprache hier entlang auch Verfügbar mit Audiodeskription (AD).

Zu Gast bei KRAUTHAUSEN – face to face: Graf Fidi.
„Es ist normal, verschieden zu sein“. Graf Fidi macht diese Botschaft zu seinem Beruf. Geboren mit einer Gehbehinderung und sechs Fingern meistert der Rapper und Inklusionsbotschafter seinen Job und seine Leidenschaft – die Musik. Sein Motto dabei: „Ich mach das mit links!“ Fidi engagiert sich gegen Diskriminierung und für Inklusion und Barrierefreiheit.

Mit Raul Krauthausen unterhält er sich über seinen Werdegang.

Mehr Infos:
https://graffidi.de

Erstausstrahlung: 19.10.2019, 9.30 Uhr, Sport 1

1 comment

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  • Vielen Dank, ich beziehe mich auf die Sendung mit Graf Fidi vom 19.10.19.
    Selbst kenne ich mich mit Rap nicht aus, finde aber den Titel, der auch während des Gesprächs eingespielt wird, ich glaube es ist der zweite Titel, schöner, für mich mehr Rap, weil er eine Beschwerde darstellt über Leute, die sich denken, Menschen mit Behinderungen hätten ein komisches Verhältnis zu Sex. Das neueste Lied “Antibiotica” finde ich persönlich sehr “Mainstream”, nicht nur in Bezug auf Rap, sondern überhaupt, kann man machen, aber mich überzeugt der Titel nicht. Graf Fidi wollte gerne wissen, wie Leute seine Musik finden, deshalb dies vorneweg.
    Sex: Ich habe heute kein Interesse mehr daran, jedenfalls bisher nicht mehr, warum auch immer, das ist mir auch egal, wo nichts zu wünschen ist, ist nichts zu vermissen.
    Als ich noch Interesse hatte, ich war seinerzeit ein Mensch ohne festgestellte Behinderung, war es für mich immer kompliziert, ich wollte es so halten wie die “anderen”, Männer kennenlernen, Erotik spüren, alles vergessen, große Hingabe, Lust eben. Das hat nie geklappt, nur ein Partner war es, mit dem ich eine friedliche und schöne Sexualität erlebte, ansonsten war es schwierig. Was war schwierig? Es fing immer an wie im Film, Flirterei, Anmache, Bett, aber dann, kurz vorm Akt, Panik auf meiner Seite – dann, das kann man sich ja vorstellen, Irritation auf der partnerlichen Seite, dann Abwiegelei, krampfige Nacht bis zum Morgen. Ich wollte sein wie die anderen und hielt das lange für normal, die Entmystifizierung des stets übertrieben gefeierten sexuellen Aktes. Trotzdem hätte ich mir immer gewünscht, ich hätte mir auch mal diese Kopflosigkeit zulegen können, mir im Urlaub “jemand mit nach Hause nehmen”, wie Freundinnen von mir berichteten, und dann “mich einfach gehen lassen” – Das ist für mich unmöglich, der Kopf “sext” immer mit. Ich wollte das gerne schreiben, weil es mich berührt hat, dass doch offenkundig optische Eigenschaften eine Barriere darstellen können, bei mir greift die Barriere später, sie ist vorher nicht zu sehen, einfach ist das auch nicht unbedingt. Das ganze Partnerding, überhaupt mehr Arbeit als alles andere, ich habe mich persönlich davon beurlaubt, vorerst, man soll nie nie sagen. Ich werde mir nach und nach gerne noch andere Videos ansehen, herzlichen Dank!

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